Vergangene 2 Spiele

Hier noch zwei Nachtragsberichte von den vergangenen Spielen. Oder eher nur einer, weil am letzten Samstag konnte leider aus terminlichen Gründen niemand von uns nach Weiterstadt fahren und sich das doch etwas überraschende 2:2 Unentschieden gegen den Tabellenzweiten anschauen. Schade drum, Glückwunsch der Mannschaft trotzdem, welche(laut Zeitungsbericht) erst kurz vor Ende des Spieles das 2:2 von Weiterstadt hinnehmen musste.

In der vorangegangenen Woche trat man „daheim“– Heimspiele werden mittlerweile aufgrund von Füchsen/Dachsen/Bibern/Maulwürfen/etc. auf dem eigentlichen Kickers Mörfelden-Platz auf dem Nebenplatz der SKV Mörfelden ausgetragen- gegen die zweite Vertretung aus dem roten Ueberau an. Diese wurden laut Insiderhinweisen von einigen Spielerinnen der 1. Mannschaft unterstützt, welche in der hiesigen Hessenliga ihr Unwesen treibt. Der Respekt vor dieser Mannschaft war also groß, doch erinnerte man sich auch an den glorreichen Auswärtssieg von letzter Saison.
Die Grün-Weißen begrüßten ihre Fans ungewohnterweise bereits vor dem Spiel, was bei einigen die Katererscheinungen wie wegbließ und so konnte man denn auch mit dem üblichen Support beginnen. Zunächst lief das Spiel wie aus den letzten Wochen gewohnt nur auf das gegnerische Tor, was zu Kontermöglichkeiten für die Ueberauer führte, aus welcher in der 15. Minute ein Freistoß resultierte, welcher beachtlich und de facto unhaltbar im VfR-Tor landete. Der Druck auf die SG flachte hiernach jedoch nicht ab und so kam es 5 Minuten später bereits zum 1:1. Der Stand zur Halbzeit sah genauso aus. Also alles gut und erstmal ein Sportzigarettchen. Weiter geht’s, immernoch massiver Druck in die Gegnerhälfte, einige stark rausgespielte Chancen und die ein oder andere Fehlentscheidung des Schiedsrichters führten letzten Endes dann doch noch zu zwei weiteren VfR-Toren und dem verdienten 3:1 Endstand. Hut ab an die Mannschaft, welche ein wirklich schönes Spiel abgeliefert hat(„Das konntmer sich heute wirklich mal gut angucken!“, Anhänger des VfR Groß-Gerau).

Das nächste Spiel findet am Samstag, den 5.12. um 17:00 in Mörfelden gegen den Kreisrivalen der SKV aus Büttelborn statt. Besondere Brisanz erfährt dieses Spiel durch den Fakt, dass es beim letzten Aufeinandertreffen zu Ausschreitungen zwischen den beiden Mannschaften und einem Angehörigen kam, weshalb bei diesem Spiel zum ersten Mal in der Geschichte des Knallhart Gere(wir hatten mit den Ausschreitungen nichts zu tun, da wir nicht einmal anwesend waren) Ordner eingesetzt werden werden. Man darf gespannt sein. Treffpunkt ist entweder um 15:30 am Dornberger Bahnhof oder bereits vorher um das Spiel Koblenz-St. Pauli im TV anzuschauen. Der Treffpunkt hierfür ist per Mail zu erfragen.

Alerta VfR

VfR vs. Chancentod

Hier jetzt auch der versprochene Bericht vom Spiel gegen TSV Nieder-Ramstadt. Und der geht so:

Samstag der 14.11.2009. Grün-weiß spielt zuhause (in Mörfelden) gegen den TSV Nieder-Ramstadt. Die grün-weißen Fans treffen sich vor dem Rewe in Mörfelden. Der Ultra mit dem kürzesten Weg trifft als letztes ein. Man deckt sich mit allem ein, was gebraucht wird. Bier, Schnaps, Kippen. Einer beschwert sich, dass, wo er jetzt Nichtraucher ist, plötzlich alle anderen rauchen. Es geht los in Richtung Stadion. Vorbei an der Baustelle, die schon vor zwei Wochen da war. “Die bauen ja auch ein Haus, Du Trottel!” Kurz vor dem Stadion muss einer mit seinen guten Augen prahlen. Sind das nicht unsere Mädels da hinten (in gefühlten 643m Entfernung, zumindest für mich) auf dem SKV-Sportplatz. Gabi angerufen. Stimmt.
Das Spiel findet bei der SKV statt, da der Kickers-Platz von löchergrabenden Tieren heimgesucht wurde. “Vermutlich Dachse, weil die sind schon cool.”
Gabi begrüßt uns und bekommt eine Flasche von “dem roden Zeug”. Natürlich mit Energy.
Die erste Halbzeit geht nur auf das Tor von Nieder-Ramstadt. Kurz vor der Pause dann endlich das 1:0 für Gere. Schuss aus der Drehung, oben links in den Winkel. Geil!
Nach der Pause schaffen die grün-weißen es nicht ihre massigen Chancen zu nutzen. Der Ausgleich fällt, kurz darauf der Rückstand. Nieder-Ramstadt macht aus zwei Möglichkeiten zwei Tore.
Wir begnügen uns damit neue Choreos auszuprobieren um die Stimmung aufrecht zu halten.
Nach dem Spiel “You‘ll never walk alone” und eine Humba. Warum letzteres weiß ich nicht mehr.
Wir diskutieren noch etwas, packen zusammen und dann gehts ab zum Partymarathon. Wir erfahren außerdem, dass das rote Ueberau(Anm. der Redaktion: 39,1% DKP-Wähler_innen) nächste Woche kommt. Die Spiele wurden getauscht. Wir spielen jetzt bei uns. Was solls. Iwweroer Kerb ist eh schon vorbei.

Spiel am Samstag gegen Ueberau

Das Spiel am morgigen Samstag, den 21.11., in Ueberau wurde wegen Platzproblemen der Heimmannschaft für uns nun zu einem Heimspiel und findet in Mörfelden statt. Das Ganze startet um 17:00. Für alle Interessierten gilt der selbe Zeitplan wie immer: 15:39 mit dem Zug ab Dornberg nach Mörfelden, dann geht’s da ab und danach klingt’s langsam im dortigen Vereinsheim aus. Ueberau steht übrigens mit 2 Punkten Vorsprung 2 Plätze vor dem VfR auf Rang 5, haben jedoch auch ein Spiel mehr.
Das Spiel von letzter Woche(Bericht folgt theoretisch auch noch) daheim gegen TSV Nieder-Ramstadt endete aufgrund zu vieler ungenutzter Chancen unsererseits mit 1:2. Hoffen wir mal, dass das morgen anders ausgeht.
Bis dahin,
Grün-Weiß!

Samstag, 14.11. gegen TSV Nieder-Ramstadt

Am morgigen Samstag geht’s für die Grün-Weißen im neuen Heimspielstadion gegen Nieder-Ramstadt. Das Spiel ist wie üblich um 17:00, Zugtreffpunkt für Interessierte ist um 15:30 am Dornberger Bahnhof in Groß-Gerau. Abfahrt um 15:39, Ankunft in Mörfelden um 15:45. Von hier aus geht’s dann geschlossen gen Sportplatz.
Wir erhoffen uns eine gute Leistung der Mannschaft und natürlich auch ein schönes Spiel. Ungefähr genau so, wie letzte Woche gegen den FC aus Rimhorn, wo man mit einem 6:1-Sieg im Gepäck die Heimreise antreten durfte. Ein ausführlicher Bericht hierzu folgt noch im Laufe der nächsten Tage, spätestens wenn man sich vom Geburtstag des hierzu zuständigen Berichtschreibers, welcher nach dem morgigen Spiel gefeiert wird, erholt hat. Außerdem wird’s einige neue Streetartbilder zu begutachten geben, wenn ich meinen USB-Stick irgendwo finden sollte.
Grün und Weiß,
René Krafczyk

1. Heimspiel in Mörfelden

Am vergangenen Samstag, den 31.10. spielten unsere Damen zum ersten Mal(wir berichteten) im Stadion des Spielgemeinschaftspartners Kickers Mörfelden. Auch wir waren da und haben unser Interims-Zuhause gebührend eingeweiht. Das Spiel endete 6:0, zumindest der Abend des Schreibers um 4:30 Uhr volltrunken auf dem Nach-Hause-Weg.

Die Knallharten machten sich etwas verspätet auf zur neuen Heimat in Mörfelden, wo uns für die Wintermonate ein kuscheliges Plätzchen geboten wird. Schicker Platz, jedoch ohne Tribünen, dafür- obwohl eingeschlossen von Wald- eine gute Akkustik. Hier erwartete uns bereits die Mannschaft, mitsamt Reservisten und sonstigen Anhängern. Wir bezogen unsere neue Fankurve und dann gings auch schon los. Relativ schnell und deutlich stellte sich heraus, dass der Gegner aus Michelstadt hier heute kaum Land sehen sollte. So ging man denn auch mit einer 2:0-Führung in die „Kabine“. Positiv zur ersten Halbzeit außer der überragenden Leistung der Mannschaft und der überragenden Leistung von sage und schreibe 3 fanatischen Anhängern der Grün-Weißen ist noch anzumerken, dass sich auch ein neues Gesicht bei uns begrüßen dürfen, welcher zumindest laut eigener Aussage nun desöfteren mal vorbeischauen wird. Herzlich willkommen! Die zweite Halbzeit ging weiter, wie sie aufgehört hatte und so konnte man in kurzer Zeit weiter davonziehen und bis zum Schlusspfiff mit 6:0 in Führung gehen. Neben der Seitenlinie gab’s noch die ein oder andere Klatschchoreographie zu bestaunen, welche für den ein oder anderen Schmunzler beim Restpublikum sorgen konnte, welches jedoch aufgrund klirrender Kälte und der daraus resultierenden Starre ihrer Muskeln nicht mitmachte. Nach dem Spiel bedankte sich die Mannschaft bei ihren Fans mit der besten Humba, an der ich seit langem teilnehmen durfte. Unterstützt wurde sie durch Pyromanie und die Fanbeauftragte Gabi. Als auch das vorbei war und die Flutlichter ausgingen, wanderten wir weiter in die angrenzende Vereinskneipe, wo man sich gleich mit einigen Mörfeldern anfreundete und noch den ein oder anderen Drink genoss. Gelungen, gelungen. Man sollte uns auf dem Schirm behalten.

Weiter geht’s(zumindest theoretisch) am morgigen Samstag auswärts beim Gruppenligaschlusslicht 1. FC Rimhorn um 17:30. Praktisch wird von uns leider niemand an diesem erfolgsversprechenden Ereignis dabei sein können, da zeitgleich in Friedberg erneut die Hohlroller von Rechtsaußen ihr Glück versuchen wollen. Da sich mittlerweile auch der Verein offen gegen Rassismus richtet(s. letzter Beitrag), haben wir von diesem die Rückendeckung mal ein Spiel sausen zu lassen. Wir wünschen der Mannschaft trotzdem viel Erfolg und allen Gegendemonstranten in Friedberg ebenfalls. Hier dann nochmal der Hinweis auf die After-Demo-Party im Elfer-Club in FfM mit SternFuckingZeit, EyeshotEmily und Tragic Vision. Los geht’s hier um 20:00 Uhr.

Nazis in die Tonne kloppen, in Friedberg und überall,
Knallhart Gere

News

Morgen ist ja wie bereits erwähnt endlich mal wieder ein Spiel der Grün-Weißen. Das Ganze ist zwar ein Heimspiel, wird allerdings nicht wie gehabt in der grünen Hölle stattfinden, sondern im Stadion des Spielgemeinschaftspartners Mörfelden, da diese auf ihrem Hauptplatz eine Flutlichtanlage besitzen, was in Groß-Gerau nicht gegeben ist. Die Wintermonate über werden also alle Heimspiele dort stattfinden. Die Adresse von diesem Sportplatz für alle, die mit Navi anreisen oder eine Postkarte schicken wollen: Rüsselsheimer Straße 84 in 64546 Mörfelden-Walldorf. Die Anstoßzeit bleibt jedoch mit 17:00 Uhr die gleiche, was auch für unseren Treffpunkt gilt. 16:00 dort. Wo man sich dann um den Platz herum positioniert, wird dann spontan entschieden. Grundsätzlich gilt für die nun kommenden Heimspiele, dass man um 15:39 mit dem Zug ab Groß-Gerau Dornberg fährt, sich also ca. um 15:30 dort trifft.
Weitere News gibts vom VfR Groß-Gerau Hauptverein, welcher sich als erster Verein im Kreis an einer Aktion des Kein Platz für Rassismus e.V. beteiligt. Hierzu wurde am gestrigen Donnerstag ein Treffen im Vereinsheim mit Vertretern der Presse, div. Kommunalpolitikern und Funktionären einberufen, bei welchem dem Verein eine Tafel mit dem Hinweis überreicht wurde, dass hier kein Platz für Rassismus ist. Wir als linke Fans dieses Vereins heißen diesen Schritt natürlich nur gut, doch muss man nun erst einmal einige Tage abwarten, ob es nur bei dieser obligatorischen Geste bleibt, oder ob sich wirklich aktiv gegen bestehenden Rassismus gewandt wird. Eine eventuelle Kampagne unsererseits könnte hierzu seinen Teil beitragen und vorallem darauf aufmerksam machen, dass Rassismus kein Phänomen ist, welches in einem luftleeren Raum entsteht, sondern vielmehr seinen Ursprung im Kapitalismus hat. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden, was daraus wird.
Hier noch der Link zum behandelnden Zeitungsartikel des Groß-Gerauer Echos: http://echo-online.de/3/template_detail.php3?id=805621&search_text=rassismus

Nochmal Spielfrei und Streetart

Nich viel los in und um Groß-Gerau. Spielfrei und Herbstpause bei der Mannschaft und demzufolge dann auch intern weniger am Start. Weiter geht’s am Samstag, den 31.10. daheim gegen den VfL Michelstadt; 17:00 wie immer. Untätig sind wir natürlich trotz der unfreiwilligen Pause nicht, deshalb hier ein weiterer Beitrag zum Stadtbild:

Knallhart spielfrei

Unsere Damen haben am Samstag ausnahmsweise mal kein Spiel. Die Knallharten müssen sich den Tag also anders vertreiben. Beispielsweise mit den bereits erwähnten Gegenveranstaltungen zu den Wende-Feierlichkeiten in Leipzig (www.antide2009.blogsport.de). Hier dann außerdem noch der Aufruf den wiederholten Versuch der Birnen in Friedberg aufzumarschieren wieder einen Riegel vorzuschieben. Das ganze am 7.11. , näheres gibts noch nicht allzuviel(http://antifabi.de/mobi/ ).
Dann noch zwei Konzerttipps:
am 7.11. quasi als Afterparty zur Demo findet in Frankfurt im Elfer-Club(11er) eines von zweien Rock gegen Rechts der Antifaschistischen Linken Groß-Gerau statt. Mit dabei sind
Eyeshotemily(Hardcore aus der richtigen Ecke der Politik und Hanau)
Tragic Vision(Emotionaler Punkrockdreier ebenfalls aus Hanau)
Stern fucking Zeit(Elektro mit ner gewissen Verrücktheit aus Mainz/Rüsselsheim)

Das zweite Rock gegen Rechts findet dann am 20.12. in Darmstadt statt(aufgrund mangelnder Lokalitäten in Groß-Gerau selbst muss das leider auswandern. Trotzdem alle hin!). Die ALGG lädt ein in die Oetinger Villa (Oetinger Villa) zum Emopunkrockabend des Grauens <3<3.
Das Quartett, welches aus den vier momentan vermutlich angesagtesten Bands des Landes besteht, wird mal so richtig einen machen. Mit dabei:
Captain Planet (Die neue Hamburger Schule mit Texten zum weinen, melancholieren und Faust ballen.)
Matula (Die Helden vom letztjährigen RgR jetzt wieder da. Ebenfalls mit Hamburgcore, jedoch bisschen mehr am fiddeln mit den Giddas.)
Mikrokosmos 23 („Mikrokosmos 23 könnten die nächsten Escapado werden und sollten das auch.“ Die härteste Band des Abends aus der Porzellanstadt.)
Adolar („Damals haben wir Mariokart gespielt und du hörst heute Kettcar und siehst so komisch aus.“ Instrumentenvirtuosen schlafen mit Poeten, aye.)

Nähere Infos und gerne auch anfreunden(!!) hier: myspace.com/rockengegenrechts

Grün-Weißer Gruß
René Krafczyk

Spiel gegen Schaafheim

Wie bereits erwähnt, war am letzten Samstag die Frauschaft aus Schaafheim zu Gast in der Hölle. Am aus emanzipatorischer Sicht sehr interessanten 3. Oktober konnte jedoch kein Blumentopf gegen die Tabellenersten gewonnen werden. Hierzu nun ein Bericht von Mr. Volleyball himself, welcher an diesem Tag seine eigene Odyssee erlebte.

Ich glaube in meinem ganzen Leben hatte ich bisher noch nie so sehr dem 3. Oktober entgegengefiebert. Warum auch? Tag der deutschen Einheit…jedes Jahr die selbe schwarz-rot-goldene Scheiße! Doch dieses Jahr war es anders. Denn am 3. Oktober spielten unsere Mädels gegen den neuesten Hassgegner: FC Viktoria Schaafheim. Und das nicht irgendwo, sondern mitten in der Grünen Hölle! Da unsere Auszeit, die wir aufgrund der miserablen Leistung der Mannschaft in der letzten Zeit und zu unserer Selbstfindung eingelegt hatten, jetzt endlich vorbei war, waren wir alle total geil darauf, die Mannschaft nach vorne zu singen. Noch dazu war eine Tapete angefertigt und ein Text verfasst worden.
Doch wie könnte es am fucking Tag der fucking deutschen fucking Einheit anders sein? Es kam alles anders. Für mich zumindest. Aufgrund arbeitstechnischer Verpflichtungen kam ich gefühlte 7 Stunden zu spät zum Spiel. Im Endeffekt waren es 87 Minuten, die ich zu spät kam. Die einzige Aktion unseres Teams, die ich mitbekam, war, dass eine (aufgrund meiner Sehschwäche nicht erkennbare) Spielerin sich mit dem Ball selbst ausknockte. Auf die rhetorische Frage nach dem Ergebnis kam “Könnte 0:6 stehen, vielleicht aber auch nur 0:5” zurück. Vielleicht war es die Naivität, vielleicht aber auch die Hoffnung in mir darauf, dass sich an diesem Kack-Tag doch etwas Gutes ereignen könnte, die mich fragen ließ: “Für wen?”. Doch der Tag der deutschen Einheit kennt keine Gnade und so verloren unsere Mädels zu hause gegen Schaafheim nicht etwa mit 0:6 und leider auch nicht „nur“ mit 0:5, sondern mit 0:7…Spätestens jetzt war mein Tag endgültig versaut und so ging es nach 3 Minuten Fußball, “Fifa 98”-Diskussionen, einem Cola-Bier und ähnlichem ab nach Hause.

3. Oktober

Am Samstag, dem 3. Oktober, feierte sich die deutsche Nation mit einem großen Fest in Saarbrücken. Mehrere hunderttausende Menschen schlenderten durch die saarländische Metropole mit schwarz-rot-gold bemalten Wangen, einer Bratwurst in der Hand und dem guten Gefühl im Bauch, endlich wieder ein Volk zu sein. Was hier jedoch idyllisch anmuten mag, ist kein Grund zum Feiern. Mit dem Ruf nach Wiedervereinigung zeigte sich nur sehr deutlich, dass es eben keine Stunde Null gab, welche nach der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus stattgefunden haben soll, sondern die Nation trotz Mauer immernoch in der Sehnsucht nach dem einen Volk geeint war. Dieser Ruf äußerte sich bei der sog. „friedlichen Revolution“- den Ereignissen um die Montagsdemonstrationen- erstmals auch verbal.
Nach den Feierlichkeiten zum 3. Oktober finden nun in Gedenken an ebendiese Demonstrationen im Herbst ’89 in Leipzig am 10. Oktober auch noch einmal Volksfeste der besonderen Art statt. Hierzu hat ein Arbeitskreis aus diversen emanzipatorischen Gruppen aus Leipzig und Umgebung einen Aufruf zu Gegenveranstaltungen unter dem Motto „Still not loving Germany“ verfasst, welchen wir niemandem vorenthalten wollen.
www.antide2009.blogsport.de

Zusätzlich hierzu setzten wir am 3. Oktober, an welchem ein Heimspiel unserer Frauen gegen die Tabellenführer aus Schaafheim anstand(leider eine 0:7-Niederlage, jedoch mit einer sehr starken 1. Halbzeit), mit einer themenbezogenen Tapete mit der Aufschrift „Knallhart gegen Deutschland! Fußball statt Volksparty!“ ein klares Zeichen, dass wir uns nicht als Teil des volksdeutschen Allerlei sehen. Ein Bericht zum Spiel folgt in Kürze.