3. Oktober

Am Samstag, dem 3. Oktober, feierte sich die deutsche Nation mit einem großen Fest in Saarbrücken. Mehrere hunderttausende Menschen schlenderten durch die saarländische Metropole mit schwarz-rot-gold bemalten Wangen, einer Bratwurst in der Hand und dem guten Gefühl im Bauch, endlich wieder ein Volk zu sein. Was hier jedoch idyllisch anmuten mag, ist kein Grund zum Feiern. Mit dem Ruf nach Wiedervereinigung zeigte sich nur sehr deutlich, dass es eben keine Stunde Null gab, welche nach der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus stattgefunden haben soll, sondern die Nation trotz Mauer immernoch in der Sehnsucht nach dem einen Volk geeint war. Dieser Ruf äußerte sich bei der sog. „friedlichen Revolution“- den Ereignissen um die Montagsdemonstrationen- erstmals auch verbal.
Nach den Feierlichkeiten zum 3. Oktober finden nun in Gedenken an ebendiese Demonstrationen im Herbst ’89 in Leipzig am 10. Oktober auch noch einmal Volksfeste der besonderen Art statt. Hierzu hat ein Arbeitskreis aus diversen emanzipatorischen Gruppen aus Leipzig und Umgebung einen Aufruf zu Gegenveranstaltungen unter dem Motto „Still not loving Germany“ verfasst, welchen wir niemandem vorenthalten wollen.
www.antide2009.blogsport.de

Zusätzlich hierzu setzten wir am 3. Oktober, an welchem ein Heimspiel unserer Frauen gegen die Tabellenführer aus Schaafheim anstand(leider eine 0:7-Niederlage, jedoch mit einer sehr starken 1. Halbzeit), mit einer themenbezogenen Tapete mit der Aufschrift „Knallhart gegen Deutschland! Fußball statt Volksparty!“ ein klares Zeichen, dass wir uns nicht als Teil des volksdeutschen Allerlei sehen. Ein Bericht zum Spiel folgt in Kürze.