Spiel gegen Schaafheim

Wie bereits erwähnt, war am letzten Samstag die Frauschaft aus Schaafheim zu Gast in der Hölle. Am aus emanzipatorischer Sicht sehr interessanten 3. Oktober konnte jedoch kein Blumentopf gegen die Tabellenersten gewonnen werden. Hierzu nun ein Bericht von Mr. Volleyball himself, welcher an diesem Tag seine eigene Odyssee erlebte.

Ich glaube in meinem ganzen Leben hatte ich bisher noch nie so sehr dem 3. Oktober entgegengefiebert. Warum auch? Tag der deutschen Einheit…jedes Jahr die selbe schwarz-rot-goldene Scheiße! Doch dieses Jahr war es anders. Denn am 3. Oktober spielten unsere Mädels gegen den neuesten Hassgegner: FC Viktoria Schaafheim. Und das nicht irgendwo, sondern mitten in der Grünen Hölle! Da unsere Auszeit, die wir aufgrund der miserablen Leistung der Mannschaft in der letzten Zeit und zu unserer Selbstfindung eingelegt hatten, jetzt endlich vorbei war, waren wir alle total geil darauf, die Mannschaft nach vorne zu singen. Noch dazu war eine Tapete angefertigt und ein Text verfasst worden.
Doch wie könnte es am fucking Tag der fucking deutschen fucking Einheit anders sein? Es kam alles anders. Für mich zumindest. Aufgrund arbeitstechnischer Verpflichtungen kam ich gefühlte 7 Stunden zu spät zum Spiel. Im Endeffekt waren es 87 Minuten, die ich zu spät kam. Die einzige Aktion unseres Teams, die ich mitbekam, war, dass eine (aufgrund meiner Sehschwäche nicht erkennbare) Spielerin sich mit dem Ball selbst ausknockte. Auf die rhetorische Frage nach dem Ergebnis kam “Könnte 0:6 stehen, vielleicht aber auch nur 0:5” zurück. Vielleicht war es die Naivität, vielleicht aber auch die Hoffnung in mir darauf, dass sich an diesem Kack-Tag doch etwas Gutes ereignen könnte, die mich fragen ließ: “Für wen?”. Doch der Tag der deutschen Einheit kennt keine Gnade und so verloren unsere Mädels zu hause gegen Schaafheim nicht etwa mit 0:6 und leider auch nicht „nur“ mit 0:5, sondern mit 0:7…Spätestens jetzt war mein Tag endgültig versaut und so ging es nach 3 Minuten Fußball, “Fifa 98”-Diskussionen, einem Cola-Bier und ähnlichem ab nach Hause.